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Geschichte des Waschens – wie alles begann

 

Waschen war früher harte Arbeit. Am Anfang stand ganz schlicht reines Wasser – unterstützt durch Reiben, Schlagen oder Treten der Kleidung. Schon in der Antike wusste man sich zu helfen: In Homers Odyssee wird beschrieben, wie Nausikaa und ihre Freundinnen am Strand Wäsche waschen und sie anschließend in der Sonne bleichen lassen.

Die Römer gingen noch einen Schritt weiter – aus heutiger Sicht etwas gewöhnungsbedürftig: Sie nutzten vergorenen Urin als Waschhilfe. Der enthaltene Ammoniak wirkte reinigend und galt damals als völlig normal.

Schon sehr früh wurde auch eine Art Seife entdeckt. Die Sumerer wussten, wie man aus Holzasche und Öl eine seifenähnliche Substanz herstellt – und hielten das sogar schriftlich fest. Damit zählen ihre Aufzeichnungen zu den ältesten bekannten Rezepten und gleichzeitig zu den ersten dokumentierten chemischen Reaktionen.

Auch Ägypter, Gallier und Germanen kannten die Verseifung von Fetten. Allerdings nutzte man Seife lange Zeit eher für Kosmetik oder Heilzwecke. Erst der Arzt Galenos erkannte um 200 n. Chr., dass Seife auch hervorragend zum Reinigen geeignet ist.

Im Mittelalter blieb Seife dennoch ein Luxusprodukt. Karl der Große förderte zwar das Seifensieder-Handwerk, und in Südeuropa erreichte die Seifenherstellung dank Olivenöl eine Hochphase, doch für den Alltag war Seife lange zu teuer. Erst im 19. Jahrhundert, als Soda industriell hergestellt werden konnte, wurde sie erschwinglich.

Mit dem 20. Jahrhundert begann schließlich die moderne Wäschepflege. Waschmittel kombinierten Seife mit neuen Zusatzstoffen, die das Bleichen erleichterten und die Waschkraft verbesserten. Ein bekanntes Beispiel ist Persil, dessen Name sich aus Perborat und Silikat zusammensetzt.

Ein weiterer Durchbruch kam 1914: Enzyme hielten Einzug ins Waschmittel. Sie lösten Flecken schon bei niedrigen Temperaturen, schonten die Kleidung und machten das Waschen deutlich weniger anstrengend.

Ab den 1960er-Jahren setzte sich die Waschmaschine endgültig durch. Das stellte neue Anforderungen an Waschmittel, etwa im Umgang mit hartem Wasser. Gleichzeitig änderten sich die Rohstoffe: Statt tierischer Fette wurden zunehmend pflanzliche Öle und später auch erdölbasierte Inhaltsstoffe genutzt – der Startschuss für moderne Tenside.

Kurz gesagt:
Vom Flussufer bis zur Waschmaschine war es ein weiter Weg – aber jeder Schritt machte das Waschen einfacher, effizienter und schonender.

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